... ...Gemeinsam Zukunft säen... ...

Die Lebens- und Agrarkulturelle Initiative e.V. möchte bewahrende und nachhaltige Lebensformen finden und an ihrer Verwirklichung arbeiten. In den Acker der Zukunft säen wir - daraus soll eine fruchtbare Kultur erwachsen.

DIE SAAT

Wir möchten eine ökologisch orientierte Land- und Gartenkultur gestalten. Im Sinne von Fortschritt mit Rückbesinnung sollen traditionelles Handwerk und Einfachtechniken mit heutigen ökologischen Erfahrungen verbunden werden. Zu diesen Themen werden Seminare und Workshops angeboten.

Wir möchten im vernetzenden Austausch mit anderen Lebens- und Betriebsgemeinschaften stehen.

Wir wollen Gemeinschaftsformen erproben, bei denen wir gleichberechtigt und solidarisch miteinander leben. Dazu möchten wir auch andere Menschen einladen.

DER KASTANIENHOF

Diesen Ort haben wir als Lebens- und Wirkstätte gefunden. Das Dorf Marth am Südhang des Rusteberges liegt im westthüringischen Eichsfeld und ist 20 km von Göttingen entfernt.

Der seit vielen Jahren unbewohnte Hof wurde zuletzt von der ortsansässigen LPG genutzt und drohte nach der Reprivatisierung zu verfallen. Im Sommer 1995 ist er von dem Verein gekauft worden. Nun möchten wir den denkmalgeschützten Hof wiederbeleben.

WAS TUN WIR?

Die 1,5 ha große Wiese hinter dem Hof wird zu Weideland für Ziegen, Schweine, Pferd und Esel sowie verschiedenen Gärten umgestaltet. Dabei soll die Vielfalt aller Pflanzensorten und bedrohter Nutztierrassen erhalten werden. Bei der Bearbeitung des Bodens setzen wir auch ein Pferd ein. Gemüse, Brot und Milchprodukte sollen regional abgegeben werden. Wir wollen einen Hofladen und ein Trödelcafe einrichten.

Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit wird das Werken mit Lehm, Holz und Metall sein. Schon bei der aufwendigen Hofsanierung werden diese wertvollen Handwerkstechniken eingesetzt.

Wir sind uns der Verantwortung gegenüber Energien und Rohstoffen als begrenzte Güter der Natur bewusst. Deshalb bemühen wir uns um geschlossene Stoffkreisläufe.

Der Hof öffnet sein Tor zur Dorfmitte -ein Symbol für unser Anliegen, unsere Hofgemeinschaft in das Leben von Marth zu integrieren. So werden wir zum Beispiel auch zu jahreszeitlichen Festen einladen.

NEUE RECHTS- UND WIRTSCHAFTSFORMEN

Unsere Überzeugung ist, dass landwirtschaftlicher Grund und Boden besser in gemeinnützigem Besitz aufgehoben ist. Nur so lässt er sich kurzfristiger Gewinnmaximierung entziehen und wird langfristigen, bäuerlichen Gesundheits- und Fruchtbarkeitsprozessen durch Sorgfalt und Humusvermehrung gerecht. Der Verein überlässt dem Initiativkreis -im Rahmen der Vereinssatzung- den freigekauften Hof zur treuhändischen Nutzung. Mit Hilfe von Spenden und Darlehen sollen die noch dafür benötigten Mittel aufgebracht werden. Der Bereich der Landwirtschaft soll als Zweckbetrieb des Vereins geführt werden.

DER INITIATIVKREIS

Der Initiativkreis ist für die Umsetzung der Vereinsziele vor Ort zuständig. Wir sind zur Zeit eine Gruppe von sechs Erwachsenen und sechs Kindern. Es sind Menschen aus dem Handwerk, aus Pflegeberufen und Ingenieure unter uns.

In der Gemeinschaft möchten wir die Kraft des gemeinsamen Tuns erleben. Dabei wollen wir uns individuelle Freiräume lassen.

Wir streben eine gemeinsame Ökonomie an. Bei gemeinsam zu treffenden Entscheidungen möchten wir konsensfähige Beschlüsse fassen.

DIE ERSTEN SCHRITTE:

Instandsetzung des denkmalgeschützten Fachwerkhaupthauses
Einrichten der ökologischen Landwirtschaft und des Gartenbaus
Betreuung von ehemals Drogenabhängigen
Bereitstellung eines Seminarraumes
Wahrnehmung der Aufgaben als Träger öffentlicher Belange (Naturschutzverband: http://www.grueneliga.de/thueringen/)
Bau einer Pflanzenkläranlage und verschiedener Lebendbauwerke